Samstag, 11. Dezember 2010

Mein kleiner Jahresrückblick

Vor ca. zwei Jahren stellte ich erstmals einige wenige Bilder bei einer Fotoagentur ein. Erst seit gut 12 Monaten beschäftige ich mich ernsthafter mit der Vermarktung eigener Fotos über Fotoagenturen. Bei einigen Verlagen, die Reiseführer herausbringen, bin ich hingegen schon etwas länger im Geschäft und beliefere sie direkt mit Fotos und Informationen (überwiegend aus Griechenland).
Nun aber zu meinen Erfahrungen mit Fotoagenturen.
Zurzeit bin ich bei sieben Fotoagenturen angemeldet und mehr oder weniger aktiv. In den letzten 12 Monaten haben knapp über 500 Einreichungen (mit ca. 300 verschiedenen Fotos) die "Aufnahmeprüfung" bestanden. Die "Aufnahmequoten" sind von Agentur zu Agentur sehr unterschiedlich. Im Durchschnitt sind es ca. 40% der Fotos, die angenommen werden. Ob das "gut" oder "ungenügend" ist, vermag ich nicht zu sagen, da mir Vergleichswerte fehlen. Zum Anfang war ich etwas enttäuscht über diese Quote, aber mittlerweile habe ich mich damit arrangiert. Lediglich mit einer Agentur lebe ich auf Kriegsfuß: die Annahmequote liegt nur um die 15% (und dann werden dort auch kaum Verkäufe erzielt).
Bei Fotolia stelle ich meine Fotos am liebsten ein, zumal mir auch der Ablauf mit Verschlagwortung usw. am besten gefällt. Panthermedia ist in dieser Hinsicht auch gut, aber es kann schon bis zu 14 Tage dauern, bis Fotos angenommen wurden.
Shutterstock finde ich persönlich am umständlichsten (liegt aber eventuell auch daran, dass ich dort noch nicht so lange tätig bin): die Verschlagwortung kann in Deutsch erfolgen, was aber dazu führt, dass sehr viele Begriffe nicht bekannt sind und man eine Fehlerliste zur Bearbeitung bekommt. Wenn man die teilweise merkwürdigen Vorschläge dann "ignoriert", wird die Verschlagwortung übernommen. Bei meiner letzten Belieferung wollten sie dann plötzlich wieder die Titel in englischer Sprache haben. Das Problem: ich bekam eine Mail, dass die Fotos aus diesem Grund abgelehnt wurden. Die Fotos sind dann wohl auch nicht mehr auf deren Server, um lediglich den Titel ins Englische abzuändern. Man muss die Fotos also neu hochladen, englische Titel vergeben und die Verschlagwortung neu eingeben (wieder mit der Prozedur, dass viele Begriffe zunächst als fehlerhaft markiert werden). Wer aber denkt, dass diese Fotos - trotz Hinweis, dass die Fotos nur wegen des englischen Titels neu hochgeladen wurden und ansonsten alles so geblieben ist - anschließend dann auch allesamt angenommen werden, der irrt. Plötzlich stimmt bei einigen wenigen Fotos der Weißabgleich nicht mehr oder sie sind plötzlich etwas unscharf. Das ist aufgrund des Aufwandes schon ärgerlich. Dafür sind die Verkäufe von den Fotos, die es schlussendlich geschafft haben, aber durchaus ok.
Zu den anderen Agenturen fehlen mir noch ausreichende Erfahrungen, um jetzt schon eine Einschätzung abgeben zu können. Grundsätzlich ist aber die Verschlagwortung so ein Thema: einige Agenturen möchten sie ausschließlich auf Deutsch, einige andere Agenturen verlangen ausschließlich Englisch und dann gibt es noch eine, die verlangt zwingend beide Sprachen. Das ist dann manchmal schon recht arbeitsintensiv und zeitaufwändig.
Riesige Summen erziele ich mit den Verkäufen natürlich noch nicht, aber über den einen oder anderen recht lukrativen "X-Verkauf" bei Fotolia oder über eine Agentur mit einem recht hohen Fotografenanteil freue ich mich dann doch.
Hier meine aktuellen "Top 5"-Fotos:

platz1
(Dorfidylle in Griechenland)
Platz 1 bei den erzielten Einnahmen und Platz 1 bei der Anzahl der Verkäufe

platz2
(Der Hafen der griechischen Insel Chalki)
Platz 2 bei den erzielten Einnahmen und Platz 3 bei der Anzahl der Verkäufe

platz3
(Der Leuchtturm von Westerhever)
Platz 3 bei den erzielten Einnahmen und Platz 7 bei der Anzahl der Verkäufe

platz4
(Herbstlaub)
Platz 4 bei den erzielten Einnahmen und Platz 16 bei der Anzahl der Verkäufe

platz5
(Rhodos)
Platz 5 bei den erzielten Einnahmen und Platz 2 bei der Anzahl der Verkäufe

Kommentare:

  1. Hallo Detlef,
    ich kann vieles von dem, was Du sagts unterschreiben. Shutterstock ist ein Diva, aber die Pflege dieser Dame lohnt sich ;-). Ich hoffe, dass ich in diesem Monat schon innerhalb von 30 Tagen die Auszahlungsgrenze von 75 usd überschreite. istock ist auch nicht leicht. Ständig wird Bildrauschen bemängelt. Fotolia ist mit Abstand die Nr. 1. Deine Annahmequote entspricht nahezu exakt der meinen. Nur bei Panthermedia liege ich mit 70% deutlich über diesem Wert.
    Ralf

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  2. Hallo Ralf,
    bei mir hat Panthermedia auch die höchste Annahmequote (knapp 65%). Bei istock bin ich ausgestiegen. Erst wollten sie meine Fotos nicht, die bei anderen Agenturen jedoch angenommen wurden (erst nach der 4. "Aufnahmeprüfung" mit je 3 eingereichten Fotos gab man grünes Licht) und auch danach hatten sie fast immer was zu mäkeln. Da ist mir der Aufwand zu groß. Dann ärgere ich mich lieber manchmal über Shutterstock ;-)
    Ganz neu bin ich jetzt bei Pitopia. Macht auf mich einen "sympathischen" Eindruck - wenn jetzt auch noch Fotos verkauft werden, dann werde ich dort verstärkt Fotos anbieten.
    Gruß Detlef

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  3. Hi Detlef,
    Pitopia war meine erste Internetagentur überhaupt. Ich hatte gleich einen Verkauf und war frohen Mutes.Dann kam die Enttäuschung, nix mehr über einen langen Zeitraum. Erst in diesem Jahr dann mal wieder eine Printlizenz für 14 Euro und jetzt 4 Webauflösungen für je 1,40 Euro. Da ist shotshop wirklich besser und genauso sympathisch. Dort hatte ich 2010 10 Verkäufe mit im Schnitt 12,75 Euro.

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  4. Ich bins nochmal. istock kann nerven, es hat auch wirklich gedauert, bis ich einen nennenswerten Bildbestand von inzwischen 450 Fotos hatte. Immer wieder Bildrauschen und rechtlichen Bedenken. Die finden jedes Logo. An diesem Wochenende gabs aber die Partneragenturauszahlungen, und das sind dann mal eben 20 usd.

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