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Mittwoch, 5. September 2012

Kiel: bye bye Occupy…..

Heute war es dann soweit: dass Occupy-Camp vor der Förde Sparkasse am Lorentzendamm wurde geräumt. Die Occupy-Aktivisten waren der Räumungsaufforderung von Bürgermeister Todeskino (Grüne) zum 01.09.2012 nicht gefolgt. Daher wurde das Camp heute zwangsgeräumt. Über 50 Polizisten “umstellten” gegen 8:00 Uhr das Camp. Zu diesem Zeitpunkt waren höchstens 20 Aktivisten im Camp (am Samstag, den 01.09. hatten sich am Vormittag wesentlich mehr Aktivisten im Camp befunden – wahrscheinlich hatte man bereits an diesem Tag mit der Räumung gerechnet und wollte medienwirksam groß Flagge zeigen). Anschließend rückte die Müllabfuhr mit mehreren Containern an und das Camp wurde abgerissen sowie “entsorgt”. Im Anschluss kamen Mitarbeiter des Grünflächenamtes mit mehreren Geräten und “ebneten” die Fläche.
Die Räumung lief in einem friedlichen Rahmen ab, lediglich zwei Frauen hatten sich angekettet und mussten mit einem Bolzenschneider “befreit” werden.
Meine persönliche Meinung zu den Occupy-Aktivisten, die fast gegen alles sind (z.B. Banken, Möbel Kraft in Kiel, Agenda 2010, Großbritannien wg. Assange, EU-Politik, Sanktionen gegen Griechenland wegen Nichteinhaltung der Sparmaßnahmen usw.) und sich selbst als “Projekt der Zivilgesellschaft” sehen, möchte ich an dieser Stelle lieber nicht detailliert schreiben. Nur bin ich der Meinung, dass man auch realistische Lösungen vorbringen sollte, wenn man gegen etwas ist. Das habe ich jedenfalls bis heute vermisst!
Na ja, Unterstützung gibt es aber anscheinend von Seiten der Linken und der DKP.

Hier eine kleine Fotostrecke vom heutigen Tag:

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Mehrere Polizeifahrzeuge rückten am frühen Vormittag an

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Das Camp wurde von den Polizisten umstellt

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Anschließend wurde “aufgeräumt”

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Nach der Arbeit der Mitarbeiter vom Grünflächenamt

Mittwoch, 2. November 2011

Occupy in Kiel

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Liebe Occupy-Aktivisten,
nun habt ihr eure Zelte schon mehrere Tage in unmittelbarer Nähe der Sparkasse aufgeschlagen. Eure Parolen sind in Richtung Sparkasse aufgestellt - euren "Gegner" habt ihr euch sicherlich nach reiflicher Überlegung ausgewählt. Welch glorreiche Idee, denn die regional tätigen Sparkassen (so wie die Volks- und Raiffeisenbanken auch) sind ja die "wahren Globalplayer" im weltweiten Bankensystem (und nicht die Großbanken und einige Landesbanken....).  Ihr habt es halt mit eurem weiten Horizont als erste erkannt. Dass regional tätige Sparkassen sowie Volks- und Raiffeisenbanken vorrangig den Mittelstand mit Finanzdienstleistungen zur Seite stehen, ist doch eh nur ein Märchen. Dass viele Eigenheimbesitzer mit einer Finanzierung durch ein regionales Kreditinstitut erst zu den eigenen vier Wänden kommen konnten und sich in ihrem eigenen Heim nun sehr wohl fühlen, ist uninteressant, denn wozu braucht man überhaupt Banken....

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Wenn es um Proteste gegen Atomkraftwerke geht, dann würdet ihr sicherlich auch eher vor Biogasanlagen oder Windkraftanlagen demonstrieren, denn mit Energie hat das ja schließlich auch etwas zu tun....(Ironie aus)

Habt ihr eventuell den falschen Platz für eure Proteste ausgesucht? Dafür keine Mahnwachen oder ähnliches vor den Filialen der Großbanken bzw. der Landesbank in Kiel - passt das wirklich?
Euer Camp wächst und wächst - jedenfalls in Bezug auf die Anzahl der Zelte. Nachts sind jedoch mehrere Zelte verwaist - schläft es sich im eigenen Bett doch besser?
Trotzdem bewundere ich euch, denn ich würde es nicht schaffen, nach einem anstrengenden 8-Stunden-Arbeitstag noch stundenlang in einem Camp zu demonstrieren, dafür würde mir die Kraft fehlen. Oder arbeitet ihr etwa nicht und tragt damit auch nichts zur Solidargemeinschaft bei???

In diesem Sinne.....
viel Spaß noch!